Sieben Gründe, Ostern einfach mal daheim zu bleiben

Ostern

Feiertage. Das sind diese alljährlich wiederkehrenden und automatisch im Kalender markierten Termine. Weihnachten, Pfingsten, 1. Mai, Ostern. Häufig treten sie als verlängerte Wochenenden oder mit dem Terminus „Brückentag“ in Erscheinung. So weit, so großartig. Wäre da nicht dieser mystische Druck, der von ihnen ausgeht und der mit pathologischer Berechenbarkeit das Gefühl auslöst u-n-b-e-d-i-n-g-t etwas unternehmen, einen möglichst spektakulären Wochenendausflug machen zu müssen. Hand aufs Herz: Willst du das überhaupt? Oder möchtest du viel lieber einfach mal zuhause bleiben, Dinge tun, die im Alltag oft untergehen und auch mal alle Viere gerade sein lassen?

Zweierlei möchten wir dir an dieser Stelle verraten. Erstens: Auch deiner besseren Hälfte geht es wahrscheinlich so – und einem Teil deiner Freunde und deiner Familie. Nur möchte sich niemand des Couch-Kartoffeltums verdächtig wissen. Muss man auch nicht. Denn zweitens gibt es nicht nur gute Gründe dafür DASS, sondern auch großartige Ideen, WIE man die bevorstehenden Osterfeiertage auch in der Heimat mit wunderbaren Erlebnissen füllen kann – ganz ohne Zwang, viel Geld und Planungsstress. Hier kommen unsere Top Seven!

 

1. Weil die Benzinpreise wie alle Jahre wieder zu Ostern steigen!

Es ist ein altes Spiel: Nicht nur, aber vor allem vor und während Feiertagen betreiben Mineralölunternehmen und in Folge dessen auch die Tankstellen gezielte Preistreiberei. Nicht selten liegt der Benzinpreis auch um Ostern bis zu zweistellige Cent-Beträge über dem Alltagschnitt. Warum also ausgerechnet jetzt lange Strecken fahren?

 

2. Weil es Schöneres gibt, als im Stau zu stehen!

Auch alle anderen 80 Millionen in Deutschland lebenden Menschen haben Ostern frei. Viele von ihnen werden sich auch dieses Jahr wieder dem Unternehmungsdruck ergeben – oder sogar wirklich und ehrlich Lust haben, weiter weg zu fahren. Aus welchem Grund auch immer: Kumuliert ergeben die verschiedenen Motivationen alle Jahre wieder dasselbe Ergebnis: Stau! Unnötig zu sagen, dass es schönere Möglickeiten gibt, die freien Tage rumzubringen, oder?

 

3. Weil du dein Büro besser kennst als deinen Heimatkiez!

Ja, das indische Restaurant um die Ecke hat schon vor eineinhalb Jahren eröffnet. Und auch die kleine Galerie gibt es schon länger  – ebenso wie das Schwimmbad am Park. Ist dir noch nie aufgefallen? Zeit, deinen Kiez abseits deines Arbeitsweges und jeglichen Zeitdrucks neu zu entdecken.

 

4. Weil auch vor der Haustür viele kleine Abenteuer warten!

Man muss nicht weit weg fahren, um etwas zu erleben. Wie wärs mit Nacht-Grillen im Park? Oder einer Fahrradrallye zum nächstgelegenen See? Am besten das Zelt einpacken und die Nacht dort verbringen – oder gleich das ganze Wochenende. Auch die Seven Summits von Berlin warten darauf, von dir erklommen zu werden – zum Beispiel der Arkenberge im Stadtteil Pankow, der gerade ob eines Staatsstreichs Schlagzeilen machte, der ihn zum höchsten Gipfel der Hauptstadt machte. Es muss doch nicht immer gleich der Mount Everest sein, oder?

Seven Summits Berlin Mount Everest

 

 

5. Weil du schon lange nichts mehr von Tim und Lena gehört hast!

Abends zu kaputt für ein Feierabendbier. Am Wochenende leider immer schon verplant. Mal ehrlich: Schon mitbekommen, dass dein ältester Kumpel Vater geworden ist? Oder das deine Busenfreundin aus dem Studium sich gerade auf eine Weltreise vorbereitet – obwohl ihr im selben Bundesland, vielleicht sogar der selben Stadt lebt? Zeit, alte Freundschaften zu pflegen! Wann, wenn nicht jetzt?

 

6. Weil das Buch auf deinem Nachttisch um Aufmerksamkeit bettelt!

Auch wenn Khaled Hosseini, Daniel Kehlmann und der Südafrika-Reiseführer wirklich dekoartiv aussehen auf deinem Nachttisch: Bücher sind auch (!) da, um gelesen zu werden! Hattest du eigentlich auch vor – würdest du nur nicht immer über der zweiten Seite des ersten Kapitels alltagsmüde einschlafen, um beim nächsten Anlauf doch wieder vorn anzufangen zu müssen. Der Feiertagsluxus: Buch, Pyjama, Vorfrühstückskaffee – ab auf die Couch!

 

7. Weil deine Sommerausrüstung sich auf den Frühjahrsputz freut!

Naja, ein bisschen was kann man ja erledigen, wenn man schon zuhause ist, oder? Klar! Aber müssen es Mails und Steuererklärung sein, die einem die gerade gewonnene Erholung und Laune verderben? Lieber mal Zelt und Kletterausrüstung checken, das Fahrrad reparieren oder die Wanderschuhe einfetten. Muss ja auch gemacht werden und macht gleich Lust darauf, die nächste Reise zu planen – oder auch das nächste verlängerte Feiertagswochenende. Vielleicht ja auch mal wieder in der Ferne.

Foto und Grafik: Eike Mitte