Barcelona: Die berühmteste Baustelle und 6 weitere Highlights

Wer in die katalanische Millionenmetropole Barcelona reist, hat eine endlose Auswahl an Erlebnissen: Kultur, Natur, architektonische Highlights, ein Bad im Mittelmeer. Wir bringen Licht in die Straßen der Großstadt und zeigen sieben Highlights.

 

1. Sagrada Familia – Die weltberühmte Baustelle

Die Sagrada Familia ist das Wahrzeichen von Barcelona und gehört auf jede To-Visit-Liste. Die riesige Kirche – 90 mal 45 Meter im Grundriss – wird oft als Kathedrale bezeichnet, obwohl sie keinen Bischofssitz hat. Im Jahr 2010 wurde sie von Papst Benedikt XVI. geweiht und hat damit den Rang einer Basilika.

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Eine Frage der Geduld: Seit mehr als 100 Jahren wird an der Sagrada Familia gebaut. 2026 sollen die Bauarbeiten endlich abgeschlossen sein

1882 begannen die Bauarbeiten an der Sagrada Familia. Ein Jahr später übernahm der Architekt Antoni Gaudí die Verantwortung und fand darin seine Lebensaufgabe. Die Kirche darf aber nicht nur aus künstlericher Sicht betrachtet werden, in der Gaudí seine Inspiration, seine Ideen aus seinen Naturstudien verarbeitet hat. Auch der religiöse Aspekt muss beachtet werden. Bis zu seinem Tod im Jahr 1926 arbeitete Gaudí an der Umsetzung seiner Vorstellungen und ließ Elemente aus dem Jugendstil und aus dem Kubismus einfließen. Die Bauarbeiten sind bis heute nicht abgeschlossen. Mit einer Fertigstellung wird 2026 gerechnet. Der Bau wurde von Beginn an nur aus Spenden- und Eintrittsgeldern finanziert.

Viel Zeit ist seitdem vergangen. Viel Zeit sollte auch an der Schlange am Eingang eingeplant werden – und auch bei der Besichtigung. Schnell verliert man sich in den Details, den Verzierungen der Fassade.


Weltkulturerbe: Seit 2005 gehören die Geburtsfassade, die Apsisfassade und die Krypta zum UNESCO-Weltkulturerbe.


Bis heute wurden acht der zwölf spindelartigen Glockentürme, die den zwölf Aposteln gewidmet sind, fertiggestellt. Im fertigen Zustand soll die Sagrada Familia 18 Türme haben. Der Hauptturm soll mit einer Höhe von 170 Metern der höchste Kirchturm der Welt werden. Die umliegenden Berge wird die Sagrada Familia allerdings nicht überragen – aus Respekt der Natur gegenüber.

Wer sich live ein Bild von den Bauarbeiten machen möchte, findet hier die nötigen Informationen und kann online Tickets buchen, die die Wartezeit beim Eintritt extrem verkürzen.

 


Am 17. August 2015 berichtet Reisebloggerin Mia Bühler live aus Barcelona

Ich zeig‘ Dir die Welt: Bloggerin Mia Bühler nimmt Dich mit auf Reisen. Foto: Featured.de

Ich zeig‘ Dir die Welt: Bloggerin Mia Bühler nimmt Dich mit auf Reisen. Foto: Featured.de

Gerade noch in Amsterdam und Berlin, jetzt schon in Barcelona: Für alle, die demnächst in die katalinische Hauptstadt reisen und noch auf der Suche nach Inspiration und Insidertipps sind, berichtet die Reisebloggerin Mia Bühler von uberding.de am 17. August 2015 einen Tag lang live von dort. Frei nach dem Motto „Ich zeig‘ Dir die Welt“ reist sie diesen Sommer zusammen mit befreundeten Bloggern für Featured.de (Magazin für digitale Kultur) in die coolsten Metropolen Europas.

Mia wird mit dem Hip-Hop-Produzent und DJ Psaiko Dino unterwegs sein. Wer die beiden mit eigenem Insiderwissen zu Barcelona versorgen möchte, kann dies auf Twitter oder Instagram unter dem Hashtag #izddw tun. Den Livestream zum Abenteuer gibt es auf Youtube.

Nach Amsterdam, Berlin und Barcelona sollen weitere Metropolen wie Rom (28. August 2015) und Reykjavík (3. September 2015) folgen.

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 2. Stadtstrand – Relaxen in Downtown

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Sommer, Sonne und Strand: Nach einem anstrengenden Stadtbummel oder Museumsbesuch lädt der Stadtstrand  zum Relaxen ein

Was gibt es schöneres als einen Städtetrip mit einem erholsamen Strandbesuch abzurunden – zum Beispiel nach einer Visite im Picasso-Museum? In Barcelona liegt das kühle Nass nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt.

Barcelona hat einen mehr als vier Kilometer langen Strand, der künstlich angelegt wurde und sehr gepflegt ist. Hinter dem breiten Sandstreifen befindet sich eine liebevoll gestaltete Promenade mit Palmen. An vielen Stellen gibt es Duschkabinen und Toiletten. In der Hochsaison wird der Strand täglich gereinigt.

Wem das Liegen am Strand auf Dauer zu öde ist, der kann sich sportlich betätigen – zum Beispiel beim Wind- oder Kite-Surfen. Oder er stattet dem Denkmal Monument a Colom einen Besuch ab, das dem im Italien geborenen Seefahrer Christoph Kolumbus gewidmet ist.


Noch mehr Strände: Wer es in der sommerlichen Hochsaison gern etwas ruhiger mag, der sollte mit der Bahn Richtung Norden fahren. Die Strandabschnitte erstrecken sich bis 60 Kilometer nördlich von Barcelona.


 

3. Antoni Gaudí und sein Park Güell

Der Park Güell ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und wurde von Antoni Gaudí gestaltet. 1890 bekam er den Auftrag, die Gartenanlage wurde schließlich 1922 eröffnet. Mit der Gestaltung des Parks hat Gaudí eine Hommage an die Natur geschaffen. Um Kosten zu sparen, hat er nur minimale Eingriffe in die bestehende Landschaft vorgenommen.

Betritt man den Park über den Haupteingang – vorbeischlendernd an den beiden Pavillons mit den verspielten Türmchen – dann fällt einem umgehend ein großer Drache auf, der mit Bruchkeramik gestalet ist. Es scheint, als würde er über den Park wachen. Direkt dahinter befindet sich die große Markthalle. Oberhalb der Halle befindet sich die große Terrasse. Diese hat kein Geländer – dafür windet sich eine Bank in Schlangenlinien an ihrem Rand entlang. Mit viel Liebe zum Detail wurde sie mit einem Mosaik aus Keramikbruchstücken verziert. Von der Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über Barcelona, der bei schönem Wetter bis zum Meer reicht.

Nach einer kleinen Pause lohnt es sich, weiter in den Park zu schlendern. An dutzenden Stellen wird deutlich, wie wichtig es Gaudí war, seine naturnahen Entwürfe mit der Natur zu verbinden.

 

4. Kakteengarten auf dem Montjuïc-Berg – Vorsicht Stachel!

(Jardins de Mossèn Costa i Llobera)

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Berühren verboten: Die meisten der fast 800 Kakteen zeigen ihre Stacheln – sie sollten  selbstverständlich nicht berührt werden

Der 173 Meter hohe Berg Montjuïc hat als Hausberg von Barcelona schon einiges erlebt: von der Weltausstellung im Jahr 1929 über Weltmeisterschaftsläufe der Formel 1 bis hin zu den Olympischen Sommerspielen 1992. Er hat es also gar nicht nötig, zu protzen. Würde er allerdings angeben müssen, dann wahrscheinlich mit seinem Park, den gar nicht so viele kennen.

Der Jardins de Mossèn Costa i Llobera liegt an seinem östlichen Hang zum Meer hin und beherbergt eine Vielzahl von exotischen Pflanzen. Seine relative Unbekanntheit macht ihn für all jene zum Anziehungspunkt, die der Hektik der Stadt den Rücken kehren und den Scharen von Touristen in den anderen Gärten auf dem Montjuïc entfliehen wollen.


Kleine Namenskunde: Der Park – 1970 angelegt von Joan Pañella Bonastre – verdankt seinen Namen dem mallorquinischen Priester und Poeten Miquel Costa i Llobera, der eine enge Verbindung zu Barcelona pflegte und dort studierte.


Auf einer Fläche von etwa drei Hektar finden sich Hunderte verschiedene Pflanzenarten – die meisten sind Kakteen. Insgesamt gibt es hier mehr als 800 verschiedene Kakteen, Palmen und Wüstengewächse aus Amerika, Afrika und Australien. Die windgeschützte Lage am Berg hin zum Meer erzeugt ein eigenes Mikroklima und damit beste Vorraussetzungen für die Pflanzen. Das Klima  ist im Park durchschnittlich zwei Grad wärmer als sonst in Barcelona. Es empfiehlt sich also, die Mittagszeit im Park zu meiden. Entlohnt werden Besucher mit einem einzigartigen Blick auf das Meer und den Hafen.

Der Besuch ist kostenlos und täglich zwischen 10 Uhr und Sonnenuntergang möglich. Den Eingang erreicht man über die Carretera de Miramar im Stadtviertel Sants-Montjuïc.

 

5. Kathedrale von Barcelona – Das Schnattern der Gänse

(La Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia)

Wer nach dem Besuch des Gotteshauses Sagrada Familia noch nicht genug hat, der sollte sich La Catedral nicht entgehen lassen – vor allem ihre Innengestaltung. Die riesige, 90 Meter hohe Kathedrale ist eines der beeindruckendsten gotischen Bauwerke der Stadt. Die Kirche, an deren Stelle sich früher ein römischer Tempel befand, wurde 1448 nach etwa 150 Jahren Bauzeit fertiggestellt. Im Laufe der Zeit wurden aber immer wieder Bauarbeiten vorgenommen und das äußere Erscheinungsbild veränderte sich über die Jahrhunderte mehrmals. Erst Anfang der 1920er Jahre wurde der mittlere Turm fertiggestellt.

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Lautes Gänsegeschnatter: Im Kreuzgang leben 13 Gänse und warnen vor Eindringlingen

Die Kathedrale, die aus drei Schiffen besteht, ist im Stadtviertel Bart Gòtic leicht zu finden. Sie steht auf dem etwas höher gelegenen Platz Plan de la Seu. Ihre Spitze ragt weit über die Dächer des Stadtviertels empor.

Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich den Kreuzgang. Vor allem in den heißen Sommermonaten ist er ein kühler Rückzugsort, der begrünte Hof im Inneren eine Oase der Ruhe. Er besteht aus kleinen Kapellen, Brunnen und Grabsteinen. Das Highlight hört man bis ins Innere der Kathedrale: laut schnatternde Gänse. 13 sind es an der Zahl. Einer alten Erzählung nach sollen sie für das Alter der Märtyrerin Santa Eulàlia stehen. Die Gänse haben zweifellos noch einen anderen Zweck: Beginnen sie doch nachts laut zu lärmen, wenn sie Einbrecher im Kreuzgang entdecken. Eine etwas andere Art des Wachhund-Prinzips.

Die Kirche ist zentral in der Altstadt gelegen. Und so lohnt auch ein Ausflug in die benachbarten Seitenstraßen, um weitere gotische Architektur, Straßenkünstler oder Cafés zu entdecken.

Öffnungs- und Messezeiten finden sich auf der offiziellen Webseite.

 

6. Pavillon Mies van der Rohe – Königlich sitzen

(Deutscher Pavillon der Weltausstellung von 1929)

Für die Weltausstellung 1929 wurde der Deutsche Pavillon von Mies van der Rohe erbaut. Dieser zählt zu den bedeutendsten Architekten der Moderne. Das Bauwerk trägt die typische Handschrift der damaligen Zeit: Bauhaus-Stil – klare und einfache Formen. Im Inneren finden sich keine tragenden Wände und so bietet der Grundriss viel Gestaltungsfreiheit. Bodentiefe Fenster lassen den Pavillon hell und freundlich erscheinen.

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Sitzen wie ein Königspaar: Auf dem Stuhl Barcelona saß bei der Eröffnung des Pavillon 1929 das Königspaar

Im Jahr 1930 wurde das Gebäude allerdings abgebaut und erst zwischen 1983 und 1986 wieder an seinem Originalplatz als Replika wiedererrichtet. Im Pavillon befinden sich heute einige Kreationen des Architekten – und ein ganz berühmter Stuhl: der Stuhl Barcelona.

Der Stuhl Barcelona ist eines der berühmtesten Sitzmöbel der Welt. Es ist davon auszugehen, dass ihn jeder schon einmal gesehen oder in einem Warteraum auf ihm gesessen hat. Das klassische Design des Stuhls ist bis heute aktuell. Der Entwurf des Stuhl transportiert die Idee des Gebäudes – modern, leicht, bequem, dabei aber auch stabil, gefertigt aus Leder und Stahl. Bei der Eröffnung des Pavillons saß das spanische Königspaar auf dem Stuhl Barcelona – nicht gerade ein traditionell anmutender Thron, aber so hat noch heute jeder die Möglichkeit, sich selbst wie ein König oder eine Königin auf dem Stuhl Barcelona zu fühlen.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Mies-van-der-Rohe-Stiftung, die sich auch um den Erhalt des Pavillon kümmert.

 

7. Die Altstadt – Das Herz der Stadt

Barcelona HighlightsDie Altstadt – oder auf Katalanisch Ciutat Vella – ist das Herz der Stadt. Stundenlang kann man sich durch ihre Straßen und Gassen treiben lassen, vorbei an Resten der alten Stadtmauer, Architektur aus unterschiedlichen Epochen bis hin zum Picasso-Museum. Zwischendurch laden immer wieder kleine Cafés oder Tapas-Bars ein, kurz innezuhalten und sich zu stärken.

 

 


Unsere Highlights in Barcelona

Barcelona Highlights – Karte

 

 


Fotos, Grafik: Eike Mitte

Hinweis: Dieser Artikel wurde von Vodafone und BlogStars unterstützt, beruht jedoch auf der eigenen Meinung des Autors.